Emoción: The sounds of Tango!

Aula Hückelhoven

So | 02.09.2018 | 19:00:00

Emoción

The sounds of Tango!

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Besetzung

Sevine (Gesang)
Soledad (Violine)
Kiko (Cello)
Joris (Piano)
Ferdinand (Percussion)

Veranstalter

CON BRIO - Freunde der Kammermusik e.V.

Eine Show, die alle Sinne anspricht!

Sind Sie bereit für Leidenschaft? Lassen Sie sich vom Zusammenspiel von Piano, Perkussion, Gesang und Streichern verzaubern. Erleben Sie die ganze Vielfalt menschlicher Gefühle – von tiefer Düsternis bis strahlender Freude. Lassen Sie sich berühren vom Rhythmus Lateinamerikas.

Emoción entfacht das Feuer, das in jedem Herzen flackert.
Emoción - der Name ist Programm. Zudem steht er für eines der wohl ungewöhnlichsten Ensembles. Sein Kopf, Arrangeur, Trompeter, Pianist und Regal- Spieler - nah am Bandoneon - Joris stammt aus Belgien, die Geigerin Soledad hat ihre Wurzeln in Peru, der Cellist Kiko ist Deutsch-Venezolaner, der Perkussionist Ferdi ist Deutscher. Doch begegnet sind sich die
Musiker als Mitglieder des Qatar Philharmonic Orchestra - und gründeten dort das Quartett, das sich dem argentinischen Tango widmet. Der Besonderheiten nicht genug, die Sängerin Sevine ist im Libanon beheimatet und versteht es, authentisch in Spanisch, Englisch, Französisch und Arabisch zu singen. Wohl kaum eine andere Formation spiegelt die politische Weltlage so umfassend wider.
Das Ensemble Emoción ist also in keinster Weise ein Orquesta típica, wenn auch von der Besetzung her durchaus nah dran. Der kulturelle Mix korrespondiert jedoch durchaus mit dem Tango, der schließlich einst unter den Einwanderern am Rande von Buenos Aires aus Elementen europäischer und einheimischer Musik hervorgegangen war. Vom temperamentvollen "La Cumparsita" von Gerardo Matos Rodríguez bis zum "Libertango" von Astor Piazzolla zelebriert Emoción die ganze Bandbreite des Tango, jedoch aus einer neuen kosmopolitischen Sicht. Zuweilen gibt es auch klangexperimentelle Ausfallschritte, die der Musik noch mehr Feuer verleihen und andererseits die Leidenschaft und Emotion desTango leise und zurückgenommen manifestieren. "Au jardin de balata" , eine Komposition der Sängerin Sevine kommt zunächst karibisch leicht daher, wird dann perkussiv grundiert und mit schlangenbeschwörender Trompete arabisch verzaubert, um schließlich in wildem Tango-Temperament aufzugehen. Filmmusik, etwa Stings "Roxanne" aus "Moulin Rouge", steht im Kontrast zu Piazzollas barockem "Fuga y misterio". Dieses schlüssige Konzept findet seinen Höhepunkt in der rhapsodisch erzählten "Balada para un loco" (Ballade für einen Verrückten).
Eine sinnenfreudige Show, die das Publikum mitreißt und den Tango zu einem intensiven Erlebnis macht.